Wie sich Trends entwickeln, ist in den meisten Fällen ungewiss. Bei was man sich aber sicher sein kann: PR muss auf bestehende Trends in Technik und Medien anspringen, um Sichtbarkeit und Glaubwürdigkeit langfristig zu gewährleisten. Wie KI unsere Arbeit beeinflusst, wie bedeutsam Creator werden und warum man einen Blick auf Generative Engine Optimization werfen sollte – all das besprechen wir in diesem Blog-Beitrag.

News, neu erzählt

Die Nachrichten, wie wir sie kennen, wurden längst überholt. Anstatt eines Nachrichtensprechers im Fernsehen setzen die meisten inzwischen auf einen Creator, der in einem 30 Sekunden Reel das gleiche Thema authentischer, kürzer und greifbarer aufarbeitet. Und wenn Journalisten so zu Medien-Persönlichkeiten beziehungsweise „Creatorn“ werden, dann muss PR reagieren und sie so bedienen, dass auch neuartige Nachrichtenkanäle funktionieren.

Nicht nur die „negativen“ Seiten der künstlichen Intelligenz in Form von „AI-Slop“ oder „Brainrot-Videos“, also massenhaft produzierter KI-Content mit niedriger Qualität, werden immer präsenter und benötigen die Aufmerksamkeit von PR-Spezialisten. Generative Engine Optimization (GEO) wird zu einem zielführenden Tool, um Unternehmen und Themen auch innerhalb der verschiedenen KI-Suchmaschinen die gewünschte Sichtbarkeit zu bieten. Für den Arbeitsalltag bedeutet das also, gleichzeitig mögliche Falschaussagen von schlecht trainierter KI oder „AI-Slops“ zu kontrollieren und korrigieren, aber auch sich auf die neuen Techniken einzulassen, um KI für den eigenen Vorteil zu nutzen.

Qualitative Kommunikation statt AI-Slop

Jede Frage an eine beliebige Suchmaschine soll heute am besten so schnell, kurz und einfach geklärt werden, wie möglich. Eine KI-Zusammenfassung ersetzt heutzutage selbst die kürzeste Google-Suche. In solchen Zeiten ist es besonders wichtig, qualitativen und angepassten Content zu liefern, um sich von der Masse und den omnipräsenten KI-Beiträgen absetzen zu können. Die Menschen wollen tiefgehenden und relevanten Content – keine Evergreens, die schon zum zehnten Mal in der Zeitung durchgekaut werden. Sie wollen Content, den eine KI nicht ersetzen kann. Menschliche Geschichten, ausführliche Recherchen und Meinungsbeiträge. Dort kann PR ansetzen: KI wahrnehmen und nutzen, aber gleichzeitig von ihr absetzen und qualitative Kommunikation für die Nutzer machen.

Unsere Partneragentur Dfusion Communications definiert mehrere Tipps, um PR im Zeitalter der künstlichen Intelligenz so erfolgreich wie möglich zu gestalten:

1. GEO verstehen und nutzen

    Wenn man versteht, wie GEO (Generative Engine Optimization) funktioniert, versteht man auch, wie wichtig die richtige Kommunikation ist. KI lernt von den Inhalten, die in den Public Relations produziert und weiterverwertet werden. Auf Dauer lernt die KI und daraus resultiert eine funktionierende GEO und Sichtbarkeit auf den Kanälen der KI-Suchmaschinen.

    2. Beziehungen im Creator Zeitalter

    PR muss sich auf die Creator beziehen. Journalisten überbringen nicht mehr nur Nachrichten, sie werden zu medialen Persönlichkeiten. Es ist wichtig, die Kommunikation auf ihre Erwartungen und Bedürfnisse anzupassen, denn nur so kann zeitgemäße PR stattfinden. KI kann dabei nicht die Beziehungen führen oder ersetzen, aber sie kann durchaus hilfreich dabei sein, sie aufrecht zu erhalten und zu optimieren.

    3. PR-Spezialisten in der Rolle der Beschützer

    In der riesigen Menge an KI-Content schleichen sich immer wieder Fehler ein, die erhebliche Auswirkungen auf die Reputation von Unternehmen haben. Hier ist funktionierende PR als Kontroll- und Korrekturinstanz nötig, um weiterhin qualitativen und faktisch richtigen Inhalt auf allen Plattformen gewährleisten zu können. 

    4. Einzeiler oder doch lieber ausführliche Kommunikation?

    KI-generierte Antworten sollen am liebsten so kurz wie möglich sein. Schnelle, unkomplizierte Informationsbeschaffung mit möglichst wenig Aufwand. Genau in dieser Zeit wird tiefgehender, qualitativer Content immer wichtiger. Genau dort kann eine gut strukturierte PR die richtige Lösung sein. Unternehmen mit potenziellen Nutzern verbinden und die Kommunikation so steuern, dass alle die Infos bekommen, die sie benötigen.

    5. Auf allen Hochzeiten gleichzeitig tanzen

    Im Dschungel der scheinbar hunderten neuen Apps und Kanäle, die sich im Social Media Bereich in den letzten Jahren etabliert haben, einen Überblick zu behalten, scheint gar unmöglich. Mehrere Kanäle zeitgleich und einheitlich bespielen ist eine echte Herausforderung. Allerdings bietet es auch die Chance, sich kommunikativ breiter aufzustellen und ein größeres Publikum zu erreichen. Man muss also manchmal auf mehreren Hochzeiten gleichzeitig tanzen, um den bestmöglichen Erfolg zu erzielen.

    6. Das Medium ist die Nachricht

    Inzwischen wird das größte Publikum nicht mehr durch Pressemitteilungen erreicht. Stattdessen werden Reels, TikToks und Shorts so häufig geklickt wie noch nie. Wenn PR funktionieren soll, dann auch auf den neuesten Medien. Die Pressemitteilung wandelt sich so in ein 30 Sekunden Reel um.

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